JWG Grünewaldstraße - Schwerpunkt Clearing und Migration

Die Jugendwohngruppe Grünewaldstraße, Schwerpunkt Migration & Clearing, bietet jungen Menschen einen sicheren Ort zum Ankommen, zur Orientierung und zur weiteren Perspektivklärung.
Neben einer verlässlichen Rund‑um‑die‑Uhr‑Betreuung liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Durchführung von Clearingverfahren sowie auf der langfristigen Begleitung junger Menschen im Rahmen der Hilfen zur Erziehung nach dem SGB VIII.

Verfügbar

Bereichsleitung

Nefret Abu El-Ez

Dipl.-Sozialpädagogin / Sozialarbeiterin, Erzieherin

Telefon:
06131/8807910
Mobil:
0176/31075769
E-Mail:
n.abuelez_at_stiftung-juvente.de

Anfragen bitte an n.abuelez_at_stiftung-juvente.de

Ziele unserer Arbeit 

Wir begleiten junge Menschen dabei, ihren Alltag selbstständig zu bewältigen, eine eigene Lebensperspektive zu entwickeln, schulische und berufliche Ziele zu erreichen, gesellschaftliche und soziale Kompetenzen auszubauen, verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen, Übergänge ins eigenständige Leben zu gestalten. Bei Bedarf ist eine anschließende Verselbstständigung im Rahmen ambulanter Angebote der Stiftung Juvente möglich.

Zielgruppe

Unsere Wohngruppe richtet grundsätzlich sich an:

  • Jugendliche ab 15 Jahren, die nicht mehr im elterlichen Haushalt verbleiben können. Die Gründe für die stationäre Aufnahme der jungen Menschen können eltern-, umfeld- oder kindbezogen sein,
  • junge Volljährige gemäß § 41 SGB VIII.


Darüber hinaus halten wir spezifische Plätze für

  • unbegleitete minderjährige Geflüchtete im Clearingverfahren
  • junge Menschen mit geklärtem Aufenthaltsstatus, die eine mittel‑ bis langfristige Unterbringung benötigen,

vor.

Die Aufnahme von weiblichen Jugendlichen ist grundsätzlich möglich. Das reguläre Aufnahmealter liegt zwischen 15 und 17 Jahren, in begründeten Fällen auch darüber hinaus.

Schwerpunkte der Arbeit

  • Ankommen & Grundversorgung: In den ersten Wochen steht die Sicherstellung der körperlichen und emotionalen Grundbedürfnisse im Mittelpunkt: Sicherheit, Ruhe, Versorgung, Orientierung und ein verlässlicher Alltag.
  • Clearingverfahren: Der Clearingprozess dauert in der Regel bis zu 12 Wochen und bildet die Grundlage für die weitere Hilfeplanung. Das Clearing umfasst u. a.:
    • Einschätzung des gesundheitlichen und psychischen Entwicklungsstands
    • Klärung der asyl‑ und aufenthaltsrechtlichen Perspektive
    • Erhebung familiärer Hintergründe und möglicher Kontakte
    • Erfassung schulischer Voraussetzungen und Lernbiografie
    • Sichtung der bisherigen Fluchtgeschichte
    • Einschätzung von Ressourcen, Belastungsfaktoren und möglicher Traumatisierung
  • Integration & Perspektiventwicklung

Unsere Arbeit unterstützt junge Menschen dabei,

  • sich im neuen Lebensumfeld zurechtzufinden,
  • die deutsche Sprache zu erlernen,
  • schulische und berufliche Perspektiven zu entwickeln,
  • sich eigenständig und gemeinschaftsfähig zu entfalten.

Standort & Räumlichkeiten

Die Wohngruppe befindet sich im Mainzer Stadtteil Lerchenberg, einem ruhigen, gut angebundenen Wohngebiet mit großem Freizeitwert. Ärzt:innen, Apotheken, Einkaufsmöglichkeiten sowie eine Bushaltestelle sind fußläufig erreichbar. Schulen, Behörden und weitere Angebote der Stadt Mainz sind durch den ÖPNV problemlos zugänglich.

Die Gruppe ist in einem hellen Zweiparteienhaus mit großem Außengelände untergebracht. Zur Verfügung stehen:

  • 8 reguläre Plätze 
  • Einzel‑ und Doppelzimmer
  • Gemeinschafts‑ und Aufenthaltsräume
  • Küche und Essbereich
  • Sanitärbereiche auf beiden Etagen
  • Waschküche mit Waschmaschinen und Trocknern
  • Büro‑ und Personalräume

Die Räumlichkeiten sind vollständig ausgestattet und bieten einen geschützten, wohnlichen Rahmen.

Pädagogische Grundhaltung 

  • Ressourcen‑ und Lebensweltorientierung: Wir sehen junge Menschen als Expert*innen ihrer eigenen Lebenswelt. Unser Ziel ist es, ihre vorhandenen Kompetenzen zu stärken und neue Perspektiven zu eröffnen. 
  • Diversitätssensibilität: Unterschiedliche kulturelle und religiöse Hintergründe werden bewusst berücksichtigt. Gruppenstrukturen werden so gestaltet, dass Sicherheit, Akzeptanz und gegenseitiger Respekt gewährleistet sind.
  • Traumapädagogische Orientierung: Wir schaffen verlässliche Strukturen, klare Routinen und Schutzräume, die es ermöglichen, schwierige Erfahrungen zu verarbeiten und Stabilität zu entwickeln. 
  • Partizipation: Unsere Jugendlichen werden in pädagogische Prozesse, Alltagsentscheidungen und Gruppenangelegenheiten einbezogen, z. B. in wöchentlichen Gruppengesprächen. 
  • Sozialraumorientierung & Vernetzung: Wir arbeiten eng mit Schulen, Vereinen, Ärzt:innen, Behörden und therapeutischen Einrichtungen zusammen, um Integration und Teilhabe zu ermöglichen.

Team & Betreuung

Die Wohngruppe wird von pädagogischen Fachkräften gemäß der Fachkräftevereinbarung Rheinland‑Pfalz betreut. Zum Team gehören u. a.:

  • Sozialpädagog:innen/Sozialarbeiter:innen
  • Erzieher:innen
  • qualifizierte Honorarkräfte für Nacht‑ und Ergänzungsdienste
  • eine Hauswirtschaftskraft

Die Betreuung erfolgt 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr.

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